Illustration Der schönsten Sack des Jahres

Der schönste Sack des Jahres 2012

Eine süße Versuchung als Götterspeise

Eine unabhängige Jury aus der Mühlenchemie lobte auch 2012 den schönsten Sack des Jahres aus. Sieger wurde Museumssack Nr. 2366 der Mühle Shree Govindam Prime Food PVT. Ltd aus Indien. Dieser Sack ist im wahrsten Sinne des Wortes ein „Bedeutungsträger“:

Die dreifarbige Gestaltung des Sacks verweist auf die indische Flagge. Das Motiv zeigt einen „Halwai“ aus einer Bevölkerungsgruppe, die traditionell Süßigkeiten herstellt. Der Name stammt aus dem Arabischen („halwa“= süß). Die „Halwai“ leben vorwiegend in Nordindien, wo auch die Stadt Bikaner liegt. Der Produktname „Bikaner Halwai Special“ verweist also sowohl auf die Herkunft des Mehls als auch auf die dort lebenden Süßigkeitenhersteller.

In Indien mit seinem Kastensystem werden strenge Maßstäbe an die „Reinheit“ von Speisen gestellt. Da Süßigkeiten den Göttern als Gabe dargebracht werden, müssen sie den religiösen Reinheitsgeboten ganz besonders entsprechen. Es gilt aber als allgemein akzeptabel, von „Halwai“ hergestelltes Gebäck zu kaufen und zu essen. Das Sackmotiv und der Produktname vermitteln also, dass es sich um ein besonders reines Mehl handelt, das für die Herstellung von Süßigkeiten als Geschenk für die Götter geeignet ist.

Alle diese Informationen auf einem Sack vereint – Gratulation an die indischen Müller für die Auswahl dieses schönen bedeutungsvollen Motivs!

Der schönste Sack des Jahres 2010

Der Fasan macht das Rennen

Auf dem 4. Internationalen Mühlenchemie-Symposium „Future of Flour“ wurde erstmals ein „Oscar“ für das schönste Mehlsackmotiv vergeben.

Am Ende des zweitägigen Informationsmarathons verlieh Volkmar Wywiol, Museumsgründer und Gesellschafter der Mühlenchemie, den von ihm neu gestifteten „Mehlsack Award“. Gesucht wurde bei diesem Wettbewerb das schönste Motiv mit einem historischen, regionalen oder müllereitechnischen Hintergrund. Als Finalisten standen drei Mühlen aus Mexiko, Russland und dem Libanon zur Wahl, Gewinner wurde die Mühle Harinas del Sureste aus Mexiko mit der Abbildung eines Fasans.

Volkmar Wywiol zeigte sich in seiner Laudatio begeistert von der tief gehenden Bedeutung des Motivs: „Der Fasan mit seinem farbenfrohen Gefieder ist im mexikanischen Bundesstaat Yucatán ein weitverbreiteter, wilder Vogel. Auf Grund seiner Häufigkeit wird er dort als charakteristisch für die Region angesehen. So ist Yukatan in ganz Mexiko als das ‚Land von Wild und Fasanen‘ bekannt. Im Mittelalter galt der Fasan zunächst als Symbol für Luxus und Schwelgerei, später wurde er als prestigeträchtige Delikatesse angesehen. Mit der Verwendung dieses für die Region typischen Motivs appelliert die Mühle an das Identifikationsgefühl und den Stolz der Yucateken. Kunden aus anderen Regionen verbinden damit Geschichte und Prestige.”

Mühlenchemie

Das MehlWelten Museum Wittenburg ist eine Initiative der Mühlenchemie.
Ein Unternehmen der Stern-Wywiol Gruppe.